Zitate von Ekkehart Mittelberg
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Der Wille zur Veränderung fehlt. Das Ergebnis dieser fatalistischen Einstellung wird oft „Schicksal“ genannt.

Mancher glaubt am Ende seine Lüge selbst, wenn er sie nur oft genug wiederholt hat.

Das Altern kann wahre Schönheit nicht zerstören. Was sie an jugendlichem Schmelz verliert, gewinnt sie an Würde.

Was unterscheidet den Ehrgeizigen vom Phlegmatiker? Der eine hat zu wenig Zeit, der andere zu viel.

Lehren lehrt. Lehren entleert. Was zutrifft, entscheidet nicht nur der Lehrer / die Lehrerin, sondern auch die Schüler und Schülerinnen.

Wer jeder Versuchung widersteht, ist weise. Wer sich verführen läßt, hat Aussichten, es zu werden.

Manche Fehler in der Politik von heute erscheinen mit zeitlichem Abstand als Weisheiten.

Die Schönheit von Musik, Poesie und Malerei genießen zu können, ist eine Gunst des Schicksals, über die man sich freuen sollte. Sie ist kein Grund für Überlegenheitsgefühle oder gar Stolz.

Der Klügere gibt nach. Der Klügste wartet, bis der Klügere nachgegeben hat, um dessen Position zu übernehmen.

Gänseblümchen: Wie oft ist der Rasenmäher über sie hinweggegangen! Ein paar Tage später sind sie mit ihrem unverwüstlichen Optimismus wieder da.

Schmeichelei schmeckt wie Zuckerwatte, Wahrheit wie Zitronen. Wenn man seinen Geschmack bildet, schmecken Zitronen besser als Zuckerwatte.

Wer seine Hecke schneidet, aber nicht seinen Bart, ist ein wahrer Naturliebhaber.

Man muß lange schürfen, bis im Sande mittelmäßiger Sprüche ein guter Aphorismus aufblitzt.

Zitieren kann ein bequemer Weg sein, sich hinter der Autorität einer anderen/eines anderen zu verschanzen.